Was ist "Das gewöhnliche Leben"?

Es ist gar nicht so leicht, über das gewöhnliche bzw. alltägliche Leben zu schreiben. Vor allem, wenn Schwangerschaft und Familie die Ruhe stören, die dazu nötig wäre. So hat Adèle Van Reeth letztlich ein Buch veröffentlicht, das diesen Versuch recht lebensnah beschreibt, ohne die philosophischen Gedanken außen vor zu lassen. Daß der Verlag es als Roman zu verkaufen versucht, ist unglücklich, ist doch die romanhafte Erzählung ihrer Erlebnisse nur ein Teil des Textes. Für philosophisch interessierte ist gerade dieses Wechselspiel zwischen Essay und Erlebnisbericht eine spannende Sache, wohingegen die Erwartung, die das Label "Roman" schüren dürfte, eher zu Enttäuschungen führen könnte.


Bibliographie
Tipp
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Das gewöhnliche Leben
Adèle Van Reeth
Das gewöhnliche Leben
EAN: 978-3-627-00334-0
Philosophie und Autofiktion: Frankreichs bekannteste Journalistin und Philosophin schreibt schonungslos ehrlich und überraschend humorvoll über Mutterschaft, Familienkrisen und die Mühen unserer täglichen Existenz. Angesichts eines fundamentalen Unbehagens, der ständigen Unruhe, die sie mit den Zumutungen des Alltags verbindet, stellt sich Adèle Van Reeth die Frage, warum die Philosophiegeschichte nicht nur seit Jahrtausenden von Männern dominiert wird, sondern auch dem Thema des Gewöhnlichen aus dem Weg geht. In ihrem schonungslosen Nachdenken darüber wird sie selbst vom Alltag eingeholt: Die Geburt ihres ersten Kindes steht bevor und sie fragt sich, wie dieses Kind in die große Patchwork-Familie ihres Lebenspartners passen kann, von dem sie sich einerseits getrennt und doch nicht getrennt hat. Und was bedeutet ihre Schwangerschaft - diese unumkehrbare Zäsur des Alltags, der radikalste Neustart und Umsturz aller bisheriger Routinen - für ihre eigene philosophische Arbeit und das Konzept des Gewöhnlichen? Die französische Philosophin und Journalistin Adèle Van Reeth hat eine ebenso ernste, wie humorvoll-lebendige Autofiktion geschrieben, einen brillanten Roman über die kleinen und großen Krisen, über das Leid an den Wiederholungen und sinnlosen Zerstreuungen, über Niederlagen und Freuden, und über die Entdeckung der Schwangerschaft als philosophisches Konzept. 'Wahnsinnig empfehlenswert! Existenzialistisch philosophische Überlegungen mit einer autofiktionalen Geschichte, sehr fein geschrieben, eine außergewöhnlich bereichernde Lektüre.' Iris Radisch, ZEIT Podcast 'Adèle Van Reeths Roman lässt sich als Philosophie des Gewöhnlichen, als feministischer Neoexistentialismus, als Buch über die Mutterschaft oder über das spätmoderne Leben einer Patchworkfamilie etikettieren. Ihr Roman ist mehr als das alles. Er passt in keine Schublade. Und das ist gut so.' Literaturportal France

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